Familienchronik "Faber-Castell. Since 1761"

Das Unternehmen Faber-Castell wird mittlerweile in achter Generation von der Familie geführt. Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, Vorstandsvorsitzender von Faber-Castell, beschreibt, was in der Familienchronik steht.

O-Ton-Sammlung vorhanden Transkription vorhanden

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Zeit: 0:00 - 0:33 Und dann ging es allerdings schon um das sehr mühsame Sichten von tausenden von Dokumenten. Man kann das ruhig sagen: Da ging nicht nur meine Zeit, sondern auch Zeit meiner Mitarbeiter in Anführungszeichen "flöten", aber das war für mich auch eine bereichernde Zeit, weil ich hab´ enorm viel über auch Familie und Unternehmen und das Umfeld der Unternehmen in unterschiedlichsten Epochen gelernt. Das wurde dann auch immer dicker und umfangreicher und zwischenzeitlich sind wir bei knapp 500 Seiten gelandet. Allerdings, was für mich sehr erfreulich ist, ist die Resonanz auf diese Chronik ausgesprochen positiv. Und für mich war es natürlich auch ein Anlass, zu sagen, die Dokumentation von all den Anekdoten und Bildern muss ich jetzt machen, sonst wird es nie gemacht. Und wissen Sie: Viele Zeitzeugen, die für uns auch interessant sind, die sind dann plötzlich nicht mehr da.

Zeit: 0:56 - 2:18 Wissen Sie, ich hab' ja einige Krisen, zum Teil selbst gemeistert und zum Teil noch miterlebt. Die erste Krise, die wir hatten, war ja der Einbruch des Rechenstabmarktes Anfang der 70er-Jahre, dessen Nachwirkungen auch ich noch Ende der 70er-Jahre gespürt habe. Und mich dann stark bemüht habe, neue Produkte in dem Bereich allgemeines Schreiben und Markieren zu schaffen. Auch schon der Versuch übrigens, im Premium zu etablieren. Die zweite Krise kam dann Ende der 80er-Jahre mit dem Verschwinden des manuellen technischen Zeichenbedarfs und des Fortschreitens des Computer Edit Designs. Und das dritte, das haben wir allerdings relativ rasch weggesteckt, war ja die Dotcom-Blase, in der man mir immer wieder ans Herz gelegt hat, doch nicht mehr so altmodische Produkte zu produzieren, wie ich´s damals und auch auch heute noch tue. Dem Rat bin ich, Gott sei Dank, nicht gefolgt. Und jetzt kommt, aus meiner Sicht, aber da sind wir mittendrin, die Herausforderung digital, die aber auch wie die Münze immer zwei Seiten hat, auch für uns durchaus positive Aspekte bietet. Wir müssen diese Chance nur am Schopf greifen und nutzen. Vor allem sehe ich die Kommunikation mit dem Endverbraucher sehr viel einfacher an, sehr viel maßgeschneideter. Sie können auch Aktivitäten, Marketingaktivitäten sehr gezielt und präzise entwickeln. Also, es gibt eine Menge von Vorteilen, die die Nachteile aufwiegen.

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