Die Zukunft der Handschrift

Der Vorstandsvorsitzende von Faber-Castell, Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, beschreibt in diesen O-Tönen, welche Zukunft die Handschrift (noch) hat.

O-Ton-Sammlung vorhanden Transkription vorhanden

Audios/Materialien zum Download:


Zeit: 0:00 - 1:32 Ich glaube, dass die Handschrift nach wie vor etwas sehr Wichtiges ist. Das mit der Hand schreiben hat ja auch für viele Menschen den Effekt, dass sie sich dadurch die Dinge besser merken können. Es gibt da eine Anekdote. Und zwar: Der Pfarrer unserer Patronatskirche in Stein, Herr Pfarrer Bretkreich, hat immer seine sonntäglichen Reden mit der Hand konzipiert und mit der Hand geschrieben. Mit dem Effekt, dass er eigentlich die Predigt frei, ohne auf das Papier zu blicken, halten konnte. Und fand er, er muss halt auch mal sich als modern erweisen, oder zeigen; und hat dann entschieden, dass er das jetzt im Computer eintippt und seine Reden jetzt eben per PC schreibt. Mit dem für ihn verblüffenden Ergebnis, dass er nicht mehr frei sprechen konnte, dass er die Predigt ablesen musste. Also es zeigt, wenn wir über die Bedeutung der Handschrift sprechen, dass da ganz handfeste Konsequenzen sich ergeben, wenn man nicht mehr mit der Hand Dinge notiert. Mir persönlich geht es übrigens auch so, dass ich mir Dinge wesentlich besser merken kann, wenn ich sie mir, wenn auch stichpunktweise, zu Papier bringe. Ein ganz wesentlicher Punkt. Gut, da kann man sagen, das ist subjektiv, das betrifft nicht alle. Ich glaube, es hat auch für die Entwicklung der Kinder schon eine große Bedeutung, dass nach wie vor die Handschrift gelehrt wird und dass man nicht nur alles per PC zu Papier bringt.

Zeit: 1:33 - 2:15 Was man von seinen Eltern lernt, ist, dass die sogenannten Chateaubriefe, nämlich die Dankesbriefe, mal als Erstes rasch geschrieben werden müssen. Das ist schon mal die erste Hürde, die man zu nehmen hat. Und das ist das, was ich versuche, meinen Töchtern nahe zu bringen, dass es nicht um eine schöne Handschrift geht, sondern einfach um ein Zeichen zu geben, dass einem die Einladung besonders gut gefallen hat. Die persönliche Note liegt eben in dem Handgeschriebenen. Ob die Handschrift nun schön oder weniger schön ist, spielt aus meiner Sicht wirklich nicht die Rolle. Es sollte natürlich nicht gesudelt aussehen, weil ich meine, das zeugt auch nicht unbedingt von Sorgfalt und großer Wertschätzung für das Gegenüber.

Benötigen Sie weitere Informationen?
Melden Sie sich gerne telefonisch unter 0221/16932787 oder kontaktieren Sie uns via Mail unter fc@stroisch.com. Die hier zur Verfügung gestellten Materialien sind für die redaktionelle Nutzung kostenfrei verwendbar; über eine Belegdatei freuen wir uns!


Im Auftrag von:
Faber-Castell


Ihr Ansprechpartner:
Jörg Stroisch

Telefon:
+49 221 16932787

Mail: fc@stroisch.com