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Mollig warm im Winter

Wenn es richtig kalt ist: Wie kann man trotzdem Energie sparen? Im Winter ist es kalt, auch die eigenen vier Wände kühlen schneller aus. Deshalb ist es wichtig, im Winter richtig zu heizen - und zu lüften.

Veröffentlicht in: Geldseligkeiten (am 14.04.2006)

Von Jörg Stroisch

Die richtige Temperatur

Ein Grad weniger Raumtemperatur bringt etwa sechs Prozent Energieersparnis. Klar ist: Saunatemperaturen im Winter kosten so kräftig Geld. Je nach Raumnutzung können dabei die Temperaturen ruhig variieren. Im Schlafzimmer kann es so immer unter 19 Grad bleiben, Wohnräume sollten behagliche 20 Grad bieten. Wichtig ist aber auch: Zu stark dürfen die Temperaturen nicht abfallen, da das Aufheizen richtig teuer wird. Denn sind erst einmal die Wände abgekühlt, dauert es lange bis zur behaglichen Wärme. Außerdem sammelt sich dann Feuchtigkeit und es kann sich Schimmel bilden. Unter 15 Grad sollte deshalb die Temperatur nie sinken.

Richtige Lüftung fürs Wohlbefinden

Kippfenster sind im Sommer und im Winter der Tod jeder vernünftigen Raumtemperatur. Stoßlüftungen sind deshalb zu jeder Jahreszeit die richtige Art, für frische Luft zu sorgen. Im Winter besteht zusätzlich verstärkte Gefahr von Schimmelbildung an den Wänden, wenn nur gekippt wird. Denn die kalte Außenluft streicht dann über die warmen Wände und bildet so Tauwasser speziell im Fenstersturz. Also: Für wenige Minuten und dann mehrmals täglich - je nach Ausdünstung und Geruch - das Fenster komplett öffnen und für Durchzug in der Wohnung sorgen. 15 Prozent der Heizkosten lassen sich durch richtiges Lüften einsparen.

Heizung richtig nutzen

Gluckernde Heizkörper sind wahre Energieverschwender. Auch wenn der obere Bereich der Heizung kalt bleibt, zirkuliert das Wasser nicht richtig. Mit speziellen Schlüsseln, die es in jedem Baumarkt gibt, kann die Luft aus den Heizkörpern herausgelassen werden. Übrigens: Der Vermieter ist dazu verpflichtet, defekte Heizungen umgehend reparieren zu lassen. Zwischen 20 und 22 Grad an Temperatur muss er dabei tagsüber garantieren - und die so genannte Nachtabsenkung ist auch nur zwischen 23 Uhr und 6 Uhr erlaubt.

Freie Räume und beklebte Ritzen

Was Wärme im Sommer draußen hält, lässt auch Kälte im Winter nicht herein: Deshalb sollten Ritzen in Türen und Wänden bedeckt werden. Vor der Haustür kann so ein gerolltes Handtuch gelegt werden. Fensterritzen können mit Klebeband abgedichtet werden. Und: Gibt es Rollläden oder Vorhänge, dann sollten diese schon am frühen Abend zugezogen werden. Generell gilt: Heizkörper müssen freistehend sein, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Sollten sich die Heizkörper in Nischen befinden, dann ist es wichtig, dass dahinter die Wände gut isoliert sind. Notfalls hilft hier - wenn auch nur begrenzt - eine spezielle Alufolie.

Linktipp:
www.thema-energie.de – hier gibt es einen interaktiven Energiecheck für die Wohnung.

Für Geldseligkeiten schreibt das Journalistenbüro Artikel rund um die privaten Finanzen.

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