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Morganisierung als Erfolgsrezept in der Finanzkrise

Alte Philosophie, neuer Erfolg: Schon der Bankier John Pierpont – "Jupiter" - Morgan überstrahlte vor über 100 Jahren wie ein feuriger Planet die restliche Bankenwelt. Im Zeichen der Finanzkrise beschreitet in namentlicher Nachfolge des Jupiters James Dimon, Chef der Bank J. P. Morgan Chase & Co., einen ganz ähnlichen Weg. Und das Institut bleibt trotz der Finanzkrise aktuell weiterhin in der Gewinnzone.

Veröffentlicht in: wiwo.de (am 15.10.2008)

Von Jörg Stroisch/dpa

Morganisierung – das war das Schlagwort zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Und es stand für die Konsolidierung ganzer Branchen: Ob die zersplitterte und ruinös konkurrierende Eisenbahnbranche oder die amerikanische Stahlindustrie. John Pierpont Morgan "morganisierte", sprich: fusionierte und rationalisierte.

Zu einer Zeit, als es noch keine amerikanische Notenbank gab, war Morgan der Pate und Retter der Bankenbranche. 1907 rettete er den amerikanischen Aktienmarkt und das Vertrauen in die 21.000 amerikanischen Geldhäuser. Auch das ist Morganisierung. "Die Zeit" schreibt dazu, dass es "nie wieder einen so mächtigen Finanzier geben wird wie den Pierpont Morgan jenes Jahres".

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Für Wiwo.de arbeitet der Journalist Jörg Stroisch als freier Onlineredakteur.
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