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Zahlen rund um den Transrapid

Magnetschwebebahn» Stoiber verkündet den Bau des Transrapids, die Gegner blasen zum Widerstand und bezweifeln die Kostenkalkulation. Nicht nur politisch ist die Magnetschwebebahn ein Mammutprojekt. Viele aufgeschlüsselte Zahlen um das geplante „Leuchtturmprojekt“ Bayerns verdeutlichen das.

Veröffentlicht in: wiwo.de (am 26.09.2007)

Von Jörg Stroisch

37 Kilometer Strecke: Ein geschröpfter Traum ist der Transrapid in Bezug auf seine Streckenlänge. Zumindest noch die Erfinder der Magnetschwebebahn träumten von einer paneuropäischen Lösung. Das wären dann in der Nord-Süd-Ausdehnung 3.800 Kilometer Strecke gewesen. Mit etwa einem Hundertstel davon muss sich die Flughafenstrecke in München zufrieden geben. Aus Paneuropa wird also Öffentlicher Personennahverkehr.

1,85 Milliarden Euro Kosten: Nicht gerade ein Schnäppchen wird der schwebende Flughafenexpress selbst nach den offiziellen Kostenschätzungen. Der Taxiverband München gibt auf seiner Website für eine Taxifahrt Flughafen – Stadtmitte 65 Euro als Kosten an. Das bedeutet: Fast 28,5 Millionen Taxifahrten ließen sich mit dem Geld alternativ finanzieren. Oder: Pro Meter kostet die Strecke umgerechnet 50.000 Euro. Oder: Pro Minute Zeitersparnis sind das bei dann 10 Minuten (S-Bahn: 40 Minuten) etwa 62 Millionen Euro an Kosten. Vorausgesetzt, die Magnetschwebebahn fährt immer pünktlich.

Version 9: Der Transrapid 09 hat extra in „bahnrot“ seinen Testbetrieb aufgenommen. Und die 09 steht vor allem für 15 Zentimeter: Die ermöglichen 73 Jahre nach der Erfindung des Gefährts nun endlich auch das bequeme aufrechte Stehen während der Fahrt für Mitteleuropäer.

222 km/h: In Shanghai kommt der Transrapid auf über 500 km/h Spitzengeschwindigkeit. Ein getunter französischer TGV schafft es immerhin auf über 574 km/h. Und der japanische Magnetkonkurrent Maglev spurtet sogar mit 581 km/h. Im Vergleich dazu bleibt der München-Rapid mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 222 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 350 km/h geradezu eine lahme Ente.


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Für Wiwo.de arbeitet der Journalist Jörg Stroisch als Onlineredakteur.
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