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Sketchnoting-Workshop: Wie Sketchnotes funktionieren

„Sketchnoting ist visuelles Konzeptionieren“, beschreibt Josi Bruns, Trainerin in diesem Bereich, ihren Ansatz. „Dabei kommt es nicht darauf an, dass alles perfekt aussieht, sondern es kommt darauf an, dass die Gedanken visualisiert werden.“ In ihren Workshops folgt sie aber einem klaren pädagogischen Konzept. Gerne beginnt Josi ihre Workshops mit ein paar Aufwärmübungen. Kreise werden gemalt, … Sketchnoting-Workshop: Wie Sketchnotes funktionieren weiterlesen

„Sketchnoting ist visuelles Konzeptionieren“, beschreibt Josi Bruns, Trainerin in diesem Bereich, ihren Ansatz. „Dabei kommt es nicht darauf an, dass alles perfekt aussieht, sondern es kommt darauf an, dass die Gedanken visualisiert werden.“ In ihren Workshops folgt sie aber einem klaren pädagogischen Konzept.

Gerne beginnt Josi ihre Workshops mit ein paar Aufwärmübungen. Kreise werden gemalt, Fantasieformen oder auch einfach eine andere Person, allerdings mit verschlossenen Augen.

Aufbau eines visuellen Alphabets

Mit sehr einfachen Grundformen, zum Beispiel einem Punkt, einem Halbkreis und einem Kreis, „der wirklich rund ist und auch schließt“, führt Josi dann Formen ein, mit denen dann vielfältige Dinge erstellt werden können. Aus einem Halbkreis und einem Kreis entsteht so zum Beispiel eine Person, aus einem Quadrat und einem Dreieck ein Hinweisschild. Mit ein paar Dreiecken entsteht ein Gebirge. „Das Hinweisschild weist den Weg durch einen Prozess“, so Josi. „Das Gebirge könnte sinnbildlich für ein angestrebtes Ziel stehen.“

Denn alle Elemente folgen beim Sketchnoting einen Zweck: Sie sollen in Bildern darstellen, wofür ansonsten vielleicht viele Worte und lange Aufsätze notwendig wären. „Bilder sagen mehr als 1000 Worte“, ist Josi überzeugt. „Und für Bilder, die etwas aussagen, braucht man keine künstlerische Begabung.“

Wer mit dem Sketchnoting beginnt, wählt vielleicht am Anfang einfach einen schwarzen Stift. Später kann es dann auch sehr schnell – je nach Geschmack – farbiger werden.

Schatten malen zur Unterstützung

Um Dinge hervorzuheben, lebendiger zu gestalten, spielen Schatten eine große Rolle. „Dazu kann fast jede beliebige Farbe verwendet werden“, so Josi. Gut funktioniert es natürlich mit Grautönen. Es entsteht dadurch eine gewisse Plastizität. Wichtig hierbei: Woher soll das Licht kommen? Das muss einmal festgelegt werden. „Die Wahl der Lichtquelle unterstreicht dabei unterschiedliche Aussageebenen“, so Josi.

Auch Container und Verbindungen spielen eine große Rolle. Damit werden Aussagen unterstrichen, Dinge besonders hervorgehoben, die Richtung in einem Prozess vorgegeben. „Auch dies sind ganz einfach Formen, die aber eine große Wirkung in der inhaltlichen Aussage haben“, so Josi.

Und last, but not least: Handlettering als Kür

Wer sich dann schon mehr mit Druck und feinen Strichen auskennt – es gibt dazu von zahlreichen Herstellern entsprechende Handlettering-Stifte, zum Beispiel die Calli.Brushs von Online-Pen, der kann dann seine Visualisierung noch um kunstvoll geschriebenen Text ergänzen. Handlettering ist aber sicherlich etwas, was wieder eine ganz eigene Übung benötigt.

Anfänger können dann auch einfach eine normale Handschrift anwenden oder auch Druckbuchstaben. „Auf jeden Fall unterstützen Wörter das Visualisierte sehr gut“, beschreibt Josi Bruns. Und auch hier kann mit unterschiedlichen Farben und Gestaltungen wieder etwas ausgedrückt werden.

Sketchnoting: Visueller Ausdruck eines Konzepts

Und darum geht es immer: Ein Konzept zu visualisieren. Schon lange ist erwiesen, dass die Visualisierung dabei hilft, komplexe Gedankengänge gut zu verarbeiten. Dabei ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn etwas sehr spontan zu Papier gebracht wird. „Aber das ist auch eine Typfrage“, so Josi. „Ich persönlich mag es lieber etwas geplanter.“ Josi bereitet ihre Sketchnotes vor, überlegt sich vorher genau, was wo genau aufs Papier soll.

Prinzipiell sind Sketchnotes auch auf kleineren Papierformaten möglich, einfacher ist es aber auf DINA3 oder noch größeren Papierformaten. Ziel natürlich eines Sketchnoting-Workshops ist es, zumindest einen Entwurf eines eigenen kompletten Sketchnotes zu erstellen, „wozu es natürlich dann gut ist, wenn man sich gerade konzeptionell mit etwas beschäftigt“, so Josi.

Sketchnoting-Workshops am 29. und 30. Oktober 2022 in Köln und virtuell

Das alles kann nun in einem Sketchnoting-Workshop mit Josi Bruns als Referentin erlernt und angewandt werden. Ziel des Workshops ist die Vermittlung von Grundlagen, aber auch ein erstes fertiges Sketchnote am Ende des Tages. Dabei wird der Workshop in zwei Formaten angeboten.

Am Samstag, 29. Oktober 2022, findet der Workshop vor Ort im MiaSkribo-Office in Köln-Ehrenfeld statt. Eingeplant ist hier eine längere Mittagspause; das Mittagessen ist im Seminarpreis enthalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 5 bis 6 Personen begrenzt. Der Workshop geht von 10 bis 18 Uhr. Der Workshop kostet 200 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) und ist buchbar unter: https://www.miaskribo.com/workshop/ws_22_01_sketchnoting-workshop-tag-mit-josi-bruns-koeln_291022.html

Als Remote-Format findet der Sketchnoting-Workshop dann am Sonntag, 30. Oktober 2022, statt, in diesem Fall von 10 bis 17 Uhr. Natürlich werden die Lerneinheiten durch einen Tischkamera unterstützt, bei der Josi sehr schön veranschaulichen kann, wie Dinge funktionieren. Die Diskussion findet dann direkt live statt oder – bei einer größeren Gruppe – auch zusätzlich in Klein-Gruppen. Der Workshop kostet 150 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) und ist buchbar unter: https://www.miaskribo.com/workshop/ws_22_02_sketchnoting-workshop-tag-mit-josi-bruns-online_301022.html

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Sketchnoting-Workshop: Wie Sketchnotes funktionieren