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Häufig auftretende Kinderkrankheiten des VoIP-Anschlusses

Voice over IP (VoIP) etabliert sich auch in Deutschland immer mehr als echte Alternative zum normalen ISDN- oder Analogtelefonanschluss. Die Technik vereinfacht sich zwar, so richtig ist das Internet-Telefon aber immer noch nur etwas für den ambitionierteren Computeranwender. Stecker rein, fertig: So einfach geht es beim Analogtelefon. Etwas mehr Aufwand ist dagegen beim Telefonieren über den Internetanschluss notwendig. Dabei zeigt sich: VoIP ist alles andere als intuitiv und schlägt sich außerdem immer noch mit Kinderkrankheiten herum, die an die Anfänge vom Mobilfunk oder Internet erinnern.

Rauschen, Knacken, Echo

Als das Mobilfunkzeitalter in Deutschland begann, war der Punkt „technische Qualität“ immer noch ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Wahl des Netzanbieters. Knacken, Rauschen und die Wiederholung des Gesprochenen im Hintergrund als Echo markierten den Beginn des rapiden Netzausbaus. Heute sind diese Aspekte im Handymarkt kaum noch ein Problem. Durch VoIP erlebt die lästige Fragestellung nach der gewährleisteten Sprachqualität eines Anbieters aber wieder eine Renaissance. Mag es beim privaten Anruf nur ein lästiges Ärgernis sein, so ist es beim geschäftlichen Gespräch ziemlich peinlich, wenn offensichtlich die Qualität hinkt.

So merkt jeder Anrufer beispielsweise zwischen Skype und QSC einen deutlichen Unterschied. Bei Skype wirkt das Gespräch generell ein wenig übertönt, wohingegen QSC vom analogen Telefonat nicht mehr zu unterscheiden ist. Ein guter Trick ist es, die Sprachqualität zunächst mit dem Computer-Softphone und dem Headset an der Soundkarte auf Minutenabrechungsbasis ausgiebig zu testen, bevor die teure Telefonflatrate gebucht wird.

Neben der generellen Netz- oder besser Serverkapazitätsqualität des Anbieters, die großen Einfluss auf diese Aspekte hat, ist aber auch die eigene Bandbreite und Hardware ein wichtiger Faktor. So wird zwar generell für ein Sprachtelefonat nur eine Upload- und Downloadbandbreite von 200 Kilobit pro Sekunde empfohlen. Ein guter Tipp ist es aber, diese Bandbreite für beide Richtungen ordentlich heraufzusetzen – vor allem dann, wenn auch mehrere Telefonate gleichzeitig möglich sein sollen. Das ist dann allerdings mit manchem DSL-Tarif schon ein Problem. Auch die Hardware muss stimmen: Die Phonebox erlaubt häufig Einstellungen, mit denen die Sprachqualität stark beeinflusst wird. Hier kann auch Festnetzqualität als Standard eingestellt werden. Außerdem wichtig: Die Up- und Downstreamgeschwindigkeit muss bei der Anschlusskonfiguration genau
mitgeteilt werden.

Hardwareabenteuer

Telefonieren per Voice over IP, Foto: 1&1 Es gibt eine Zeit vor der AVM FRITZ!Box und eine danach. Vorher war die VoIP-Telefonie vernebelt, schwierig, nur etwas für echte Freaks. Mit der Einführung kann man zurecht von einem Meilenstein für die Technik sprechen, andere Anbieter haben natürlich mittlerweile auch entsprechend bedienungsfreundliche Modelle im Lieferumfang. Soweit die gute Nachricht: Für Personen, die gerne irgendwelche Telekom-(Reseller)-DSLLeistungen buchen – und dort auch gleich ihre Hardware bestellen – ist oft schon ziemlich viel vorkonfiguriert. Möchte man allerdings den Telefonanschluss unabhängig vom DSL-Anbieter buchen oder setzt man auf andere Verfahren á la QSC, dann wird es gleich wesentlich komplizierter. Auf jeden Fall müssen die neuen Telefonnummern in Menüs eingetippt werden, was für viele gar nicht so einfach ist. Mancher großer Anbieter ist zumindest bei der FRITZ!Box schon vorkonfiguriert. Und auch der Anschluss des Telefons kann ein Problem werden, wenn beispielsweise eine ISDN-Anlage zwischengeschaltet werden soll.

Wenn es nicht klappt: Woran liegt es nun? Die Probleme können so vielfältige Ursachen haben, dass ein paar Stunden Probieren schnell vorbei sind. Klappt es dann noch immer nicht, sollte lieber auf Spielereien wie die angeschlossene ISDN-Anlage verzichtet werden.

VoIP ist nicht FoIP

„Eine Faxnummer inklusive“, „eine Durchwahl für den Fax-Versand und -Empfang via Internet“ – das klingt für den Laien zunächst nach normalen Fax-Empfang und – Versand vom VoIP-Anschluss aus. Und kaum jemand bezweifelt dies auch zunächst ernsthaft, denn auch beim analogen Anschluss ist das ja kein Problem. Erst in den FAQs klären die Anbieter dann darüber auf, dass der Fax-Versand über ein Fax-Gerät gar nicht möglich ist und der Empfang auch nur über eine Weiterleitung an die eigene Mailadresse. Der Versand erfolgt dann über eine Website. Nicht gerade im Sinne des Verbrauchers, der eigentlich sein altes Fax-Gerät weiterverwenden wollte.

Echtes Fax-over-IP (FoIP) ist also eher Zukunftsmusik. Der Grund für die Unverträglichkeit herkömmlicher Fax-Methoden mit VoIP liegt in der Verzögerung. Nur der Codex T.38 scheint hier eine gangbare Echtzeitalternative zu sein, den unterstützt aber kein VoIP-Anbieter in Deutschland.

Kein Anschluss an vielen Anrufmaschinen

Ein Anruf bei der Bank, kurz PIN eingeben und dann Kontotransaktionen tätigen: Bei VoIP ist das ein Problem. Die Maschine am anderen Ende der Leitung erkennt in vielen Fällen die eingetippten Botschaften nicht. Das hängt auch damit zusammen, dass die Informationen nicht gerade in Echtzeit übertragen werden, es kommt zu Verzögerungszeiten. Und natürlich können auch mal Datenpakete verloren gehen oder das Echo zu Problemen führen. Und noch besser: Da viele Institutionen mit 0180- oder anderen Sondernummern arbeiten, braucht man es gar nicht erst mit dem Anruf zu versuchen. Viele VoIP-Anbieter sperren solche Rufnummern generell.

Das gleiche Problem gibt es bei virtuellen Mailboxen: Manche Anbieter schalten diese beispielsweise nur ein, wenn das Telefon überhaupt nicht angeschlossen ist und dann nur mit Standardtext. Hier ist es nett, eine individuelle Alternative im Web zu finden. Gar nicht so leicht, denn viele dieser Angebote nehmen zwar auf, können aber nicht kostenlos abgerufen werden und haben außerdem das Erkennungsproblem vom VoIP-Telefon aus. Die Lösung: Einen kostenlosen VoIP-Anbieter mit Komfortmailbox wählen und entweder komplett mit diesem telefonieren oder alternativ in der Hardware eine Umleitung zu dessen Nummer eingeben. Diese Mailboxen verstehen dann natürlich auch die VoIP-Signale. Eine andere Lösung ist es, gleich einen echten Anrufbeantworter zu kaufen.

Support und Vertrag

„Für die Hardware übernehmen wir keinen Support, testen Sie bitte zunächst, ob alles mit dem Softwarephone funktioniert.“ Auch hier erinnert der Kundenservice manches VoIP-Anbieters eher an den Beginn des Internetzeitalters. Interessant dabei: Obwohl mancher Anbieter seinen Support nur über teure 0180- oder 0900-Nummern zugänglich macht, können gerade solche Nummer mit dem Anschluss dieser Anbieter nicht erreicht
werden. Denn häufig sind die Sonderrufnummern generell gesperrt. Das ist auch mal eine Möglichkeit, sich lästige Kundenanfragen vom Leib zu halten: einfach prinzipiell nicht erreichbar sein. Hier hilft dann nur der Anruf vom Handy oder von einem normalen Telefonanschluss aus.

Andere Anbieter erlauben übrigens nicht das Absetzen eines Notrufes, dort steht dann lapidar im Kleingedruckten: Ein Handy oder ein anderes Telefon sollte dafür zusätzlich vorhanden sein. Überhaupt sind die Service- und Vertragsdetails nicht ohne. Die kleinen Hochnummern und ellenlangen Erläuterungen, unter welchen Bedingungen nun tatsächlich der günstige – großgeschriebene – Preis gilt, sind allerdings nicht nur eine spezielle Erfindung der VoIP-Anbieter, sondern leider in vielen Bereichen traurige Realität. Transparenz und Kundenfreundlichkeit sehen jedenfalls anders aus: Ob Vertragslaufzeit und tatsächliche Monatskosten, Kosten für Hardware und den Support, hier muss der Verbraucher selbst einen Vergleich anstellen.

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Auch mit vorhandenen Geräten kann das Telefonieren vereinfacht werden

Elisabeth Müller hat Angst. Schon einmal ist sie hingefallen und das Telefon stand in diesem Moment fast unerreichbar weit weg im Flur. Außerdem sind die Tasten viel zu klein, regelmäßig verwählt sie sich mit dem hochmodernen Gerät. Nicht nur betagte Menschen wissen dabei einfache Bedienbarkeit und große Tasten beim Telefon zu schätzen. Die Telefonhersteller haben das erkannt und bieten eine breite Palette an unterschiedliche, ergonomischen Geräten an. Wir stellen einige aktuelle Geräte im kurzen Überblick vor.

Siemens Gigaset E150

Viele Menschen im hohen Alter sind in ihren motorischen Fähigkeiten eingeschränkt, mögen sich auf der anderen Seite nicht mehr mit Klingeltönen und zahllosen Telefoneinstellung beschäftigen. Christoph Obermüller, Geschäftsführer von Senotech: „Viele Telefone sind in ihrer Menüführung zu kompliziert. Schon das ändern der Lautstärke ist nur nach drei bis vier Schritten möglich. Viele Senioren haben Angst davor, etwas zu verstellen oder zu zerstören. Deshalb können sie dann solche Funktionen nicht verändern.“ Gleichzeitig ist aber das Bedürfnis nach Sicherheit, nach dem schnellen und unkomplizierten Notruf bei Senioren da. Schon durch ein paar einfache Regeln lässt sich auch das vorhandene Telefon und damit der Kontakt zur Außenwelt etwas sicherer und einfacher machen.

Alte Telefone aufmöbeln

Tiptel Ergovoice „Bei schnurgebundenen Telefonen ist es wichtig, dass sie an einem Ort aufgestellt sind, der häufig benutzt wird“, rät so Obermüller. „Klassischerweise befindet sich aber das Telefon im Flur.“ Wenn das Telefon im Wohnzimmer platziert wird und vielleicht ein zweites Gerät gleich im Schlafzimmer, dann sind wichtige Orte abgedeckt. Gerade, wenn es hektisch wird, ist außerdem der Notruf oder die Telefonnummer zu Verwandten und Nachbarn vergessen: Dagegen helfen spezielle Nummernspeicher, die mit einer Taste erreichbar sind. Wer dies nicht hat: Mit einer Bildwahltastatur lässt sich ein Tastaturblock zum Telefon dazu schalten. Die Tasten sind dabei so groß, dass ein Passfoto dahinter geklemmt werden kann. Mit einem Tastendruck sind so zuvor festgelegte Personen sofort zu erreichen. Schnurlose Telefone sind bei älteren Menschen oft unnötig. Obermüller: „Schnurlose Telefone lassen Senioren oft ständig in der Schale liegen. Dadurch werden sie überladen. Sie werden eigentlich wie schnurgebundene Telefone verwendet.“

Spezielle Telefone für Senioren

Eine SOS-Taste gedrückt und das Telefon wählt nacheinander verschiedene Rufnummern, sofern eine Rufnummer besetzt oder nicht erreichbar ist. Neue, speziell für Senioren konzipierte Telefone, bieten einige interessante Funktionen. Zentral ist aber vor allem die einfache Bedienbarkeit. „Natürlich gibt es unter Senioren starke Unterschiede, was die Anwendungsfreudigkeit neuer Technik betrifft“, beschreibt Obermüller. „In der Tendenz möchten ältere Menschen aber sehr einfache Funktionen verwenden. So ist beispielsweise die Doppelbelegung einer Taste schlecht. Beispiel Lautstärke: Einfache Schieberegler sind hier eine gute Alternative zu komplizierten Menüs.“ Große Tastaturen sollte ein Seniorentelefone in jedem Fall besitzen. Ist das Fingerspitzengefühl nicht mehr so gut vorhanden, dann gibt es auch Geräte mit speziellen Führungshilfen. Wieder andere Geräte schalten automatisch die Hintergrundbeleuchtung an, wenn die Hand auch im Dunklen darüber fährt.

Modelle im Überblick

DFG Zettler Not-Tel 3 Ergonomische Telefone, die die Ansprüche von Senioren erfüllen, gibt es schon ab etwa 25 Euro. Geräte, die mehr Funktionen bieten, kosten aber auch mehr als 100 Euro. Darüber hinaus können bestehende Telefone durch ein Bildtastengerät ergänzt werden. Diese werden zu einem herkömmlichen Telefon dazugeschaltet und bestehen aus einem Tastenblock mit sehr großen Tasten. Hier ein Überblick über mögliche Senioren-Telefonmodelle von verschiedenen Herstellern: 
Ergonomische Markentelefone: Ab etwa 25 Euro gibt es spezielle Großtastentelefone. So kostet das D FG Z ettler Not-Tel 2 knapp 25 Euro. Es bietet dafür extrem große Tasten uns ist für ein Hörgerät geeignet. Das Tiptel Ergovoice Start für etwa 100 Euro wählt nacheinander bis zu drei Notrufnummern und schaltet bei Erreichbarkeit sofort auf Freisprechen. Dazu muss nur eine einzige Taste gedrückt werden. Ab etwa 135 Euro ist beim Siemens G igaset E 150 alles etwas größer, ein externer Kopfhörer kann an das Gerät angeschlossen werden.
Easy5 Seniorenhandy: Mit dem Seniorenhandy Easy5 von Senotech wird bewusst der Trend zu immer kleiner werdenden und gleichzeitig komplizierter zu bedienenden Telefonen durchbrochen. Das Easy5 wurde speziell für die reifere Generation entwickelt. Es verbindet innovative Technologien mit einfachster Bedienbarkeit und schlichter Erscheinungsform. So ermöglicht es Ihnen mit den Menschen zu kommunizieren, die Ihnen wichtig sind. Weitere für Senioren geeignete Handys haben wir Ihnen in dieser Woche bereits ausführlicher vorgestellt.
Bildtasten-Wählgerät: Viele ergonomische Telefone bieten besonders große Wahltasten für fest gespeicherte Nummern. Eine Alternative dazu sind Bildtasten-Wählgeräte. Auf die Tasten können dann beispielsweise Passfotos aufgebracht werden. Dadurch werden mit einem Fingerdruck wichtige Nummern sofort angewählt.

Fazit: Bedienkomfort und Sicherheit muss nicht teuer sein

Mehr Bedienkomfort und gleichzeitig Sicherheit in den eigenen vier Wänden muss nicht teuer sein. Viele Hersteller bieten eine ganze Palette an Großtastentelefonen mit guten Funktionen für Senioren in allen Preisklassen an.

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Mit mTAN hilft das Handy bei der Sicherheit von Kontoanweisunge

„Bitte geben Sie auf dieser Website Ihre PIN und TAN ein, um die Korrektheit Ihrer Kontendaten zu bestätigen.“ So oder ähnlich lauten E-Mails, die auf eine der Bankenwebsite zum Täuschen ähnliche Website verlinken. Das Problem dabei: Hierbei handelt es sich um den Versuch, sensible Kontendaten vom Nutzer zu klauen, bekannt unter dem Begriff Phishing. mTAN soll davor schützen.

Online-Banking ist alles andere als sicher: Die Phisher betreiben professionell und mit allen zur Verfügung stehenden Hacking-Methoden den Datenklau. Problematisch ist allerdings, dass das Phishing-Opfer auf dem finanziellen Schaden sitzen bleibt, wie beispielsweise der Ombudsmann der Volks- und Raiffeisenbanken kürzlich entschied. Und der Schaden ist nicht unerheblich: Die B eratungsgesellschaft G artner schätzt alleine für die USA in diesem Jahr einen Schaden von 2,8 Milliarden US-Dollar. Personen, die einer E-Mail der so genannten Nigeria-Connection aufgesessen sind und in diesem Zusammenhang eine Überweisung eines Phishing-Opfers erhalten haben, müssen zusätzlich mit einem staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche rechnen.

mTAN für mehr Sicherheit

Postbank mTAN Mittlerweile haben diverse Banken auf die anhaltenden Phishing-Attacken reagiert. Per iTAN ist nur noch eine zuvor konkret benannten Transaktionsnummer – kurz TAN – gültig und nicht eine beliebige Nummer von der Liste. Dadurch soll verhindert werden, dass die Phisher schon mit einer TAN Zugriff auf das Konto erhalten. Und mit mTAN, Abkürzung für mobile Transaktionsnummer, beschreiten in Deutschland die Postbank und einige Volks- und Raiffeisenbanken ein weiteres Sicherheitsverfahren. Die Postbank ließ sich ihr Verfahren sogar kürzlich vom TüV besiegeln.

Das Prinzip dabei: In seinem Onlineaccount meldet der Nutzer sein Handy an. Fortan erhält er für jede durchgeführte Transaktion per SMS die TAN auf das Handy zugesendet, zusätzlich noch Informationen zu seinem Konto. Mit dieser TAN muss er dann die Transaktion bestätigen.

Das Problem dabei: Zunmindest bei der Postbank muss der Kunde 9 Cent pro SMS berappen. Und die erste Authentifizierung der eigenen Handynummer erfolgt über eine TAN vom Bogen. Besitzt ein Phisher also eine gültige TAN, kann er theoretisch sein eigenes Handy für das mTAN-Verfahren frei schalten lassen und erhält so unbeschränkten Zugriff auf das Konto des Opfers.

Eine optimale Sicherheitslösung wäre nur der HBCI-Standard mit einer Chipkarte. Dabei besitzt der Nutzer eine Chipkarte, ein Chipkartenlesegerät und eine PIN. Per öffentlichem und privatem Schlüssel macht er sich gegenüber der Bank kenntlich und kann dann Transaktionen durchführen. Dieses Verfahren gilt als nahezu 100 Prozent sicher, sofern der Nutzer nicht Chipkarte und PIN leichtsinnig verwahrt. Nach eigenem Bekunden verzichtet die Postbank darauf aber, weil man auf die kommenden Signaturkarte nach Signaturgesetz setze. Eine solche Vereinheitlichung lässt aber schon seit Jahren auf sich warten. Andere Banken haben deshalb HBCI – mittlerweile zu FinTS weiterentwickelt – schon seit Jahren eingeführt. Die Umstellungskosten sind aber für die Banken recht hoch.

Versuchter Identitätsklau und Werbeanrufe in großem Stil

Spit oder Vishing: Schon bald werden diese beiden Schlagwörter traurige Bekanntheit in der Telefoniewelt erlangen. Identitätsklau oder Werbebelästigungen per Voice over IP (VoIP) werden sich nach Ansicht vieler Experten vor allem aus einem Grund rasant verbreiten: Dem Verursacher entstehen dadurch so gut wie keine Kosten.

Spit: Telefonwerbeanrufe im großen Stil

„Sie sind Gewinner. Herzlichen Glückwunsch.“ Schon heute lohnt es sich für Werber offensichtlich, Verbraucher mit unnötigen Lockanrufen zu belästigen. In Kombination mit Voice over IP nennt sich dieses Ärgernis SPIT, die Abkürzung für „Spam via Internet-Telefonie“. Immer wieder wird dabei das News Scientist-Magazin zitiert, welches behauptet, dass schon heute Computer bis zu 1 000 automatisierte Anrufe pro Stunde absetzen könnten. Sprich: Eine Eine-Millionen-Menschen-Stadt wie Köln würde so innerhalb von knapp vier Tagen einmal komplett von einem einzigen Computer angerufen. Diese so genannten „War Dialer“ wurden dabei ursprünglich konzipiert, um in Firmennetzwerken eine möglicherweise schlecht geschützte Modemverbindung aufzuspüren und auszunutzen.

Der weltweite Telefonterror ist günstig zu haben

Allenfalls in Bandbreite muss dabei der Spitter in Zeiten von VoIP noch investieren: Besitzt er einen Account bei dem Anbieter seiner Opfer, dann kostet ihn ein Anruf nämlich derzeit nichts. Und auch so wäre der weltweite Telefonterror günstig zu haben. Rund einen Cent muss auch der Spitter auf den Bahamas nur pro Minute und Anruf investieren, möchte er Deutschland flächendeckend mit seinen Werbebotschaften beglücken. So ist zwar – anders als beim Spam – die direkte Rückverfolgung des Anrufers zum Ursprung möglich. In der Praxis führt dies aber – wie schon jetzt bei den bekannten Telefonwerbebotschaften – in die Sackgasse, da die Anbieter irgendwo auf der Welt sitzen können oder die entsprechenden Firmen für eine rechtliche Verfolgung nicht lange genug existieren.

Und: Natürlich besteht auch hier die Gefahr, dass Spitter einfach unter einer geklauten Identität agieren. Das Online-Telefonbuch, welches im Zusammenhang mit ENUM (Abkürzung für „tElephone NUmber Mapping“, eine einheitliche Übersetzung von Rufnummern in die DNS-Internetwelt), aufgebaut wird, könnte dabei den Angreifern recht einfach die geeignete Datenbasis verschaffen. Prinzipiell ist Spitting aber nicht nur ein Problem von VoIP-Kunden. Das Internet vereinfacht und verbilligt den Angreifern einfach nur ihre Vorgehensweise. Genauso sind normale Telefonanschlüsse betroffen.

Mögliche Angrifssszenarien für Spit und Vishing

Es gibt einige mögliche Angriffsszenarien, zum Beispiel den Lockanruf zur Weiterleitung an eine kostenpflichtige Nummer und den Werbeanruf zur automatisierten Anbahnung eines Geschäfts. Im ersten Fall nutzen die Spitter die Ansage dazu, den Angerufenen auf eine kostenpflichtige Nummer zu leiten. Im zweiten Fall wird dem Angerufenen ein Geschäft unterbreitet, welches möglicherweise nicht zu seinen Gunsten ausgeht.

Identitätsklau über das Telefon

Ein weiterer Untertyp von Spitting ist der versuchte Identitätsklau per Telefon, das so genannte Vishing. Ein Vishing-Anruf könnte folgendermaßen beginnen: „Guten Tag. Dies ist ein automatisierter Anruf ihrer Bank. Durch einen massiven Missbrauch unserer Konten müssen wir Sie heute bitten, Ihre Kontendaten telefonisch zu bestätigen.“

Vishing steht dabei für „Voice-over-IP-Phishing“, definiert also den unberechtigten Identitätsklau durch Kriminelle per Telefon. Phishing ist dabei die mittlerweile bekannte Methode, per Mail Kontendaten auszuspähen.

Obwohl oft recht durchsichtig, geschieht dies mit großem Erfolg: Alleine in Berlin wurden so laut eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft im ersten Halbjahr 2006 153 Fälle mit einem Schaden von 730 000 Euro registriert. Bundesweite Daten gibt es nicht, aber die Tragweite des Problems lässt sich auch schon an den Berliner Zahlen gut abschätzen.

Auch bei Vishing gibt es mehrere mögliche Angriffsszenarien

Bei der Spam-Mail mit Rufnummer nutzen die Vishing-Verursacher gezielt die Aussage der Banken aus, dass diese Kontendaten nicht per Mail, sondern allenfalls persönlich erfragen würden.

Und in der Tat: Jeder Telefonbanking-Kunde kennt die standardisierte Anfrage nach Kontonummer und PIN irgendwann im Verlauf des Telefonbanking-Menüs. In einer E-Mail wird das Opfer also nicht mehr zum Klicken eines Links aufgefordert, sondern zum Anruf einer Nummer.

Der Nachteil für den Verbraucher: Mögliche Schutzmechanismen der Telefonieanbieter greifen vermutlich nicht, da der Verbraucher selbst anruft und nicht angerufen wurde. Alternativ können die Aufrufe auch per Instant Messaging gestartet werden. Beim so genannten Call-Vishing ruft ein Automat eine Liste von Nummern an. Eine Standardansage fordert zur Abgabe sensibler Daten, wie etwa Kontoverbindung, PIN, TAN-Listen, Kreditkartennummer, eBay- oder Paypal-Account-Daten auf.

Die Gefahr liegt in der Kombination

Wirtschaftskriminelle sind dabei außerordentlich kreativ, wenn es um neue Maschen und Methoden geht, ein Opfer finanziell auszubeuten. So sorgt beispielsweise schon heute die Kombination von Methoden der Nigeria-Connection („Ich bin ein reicher Ex-Diktator und möchte mit Ihnen mein Geld verschieben“) mit Ansätzen der Phishing-Datendiebe für konkreten finanziellen Schaden.

Dabei werden auf der einen Seite Opfer dazu aufgefordert, von einem einmal überwiesenen Betrag einen Teil wieder per Western Union – was dann wie Bargeld ist – an eine Adresse zurückzusenden. Das Geld auf dem Konto kommt dabei von einer seriösen Bank, denn die Kontendaten wurden zuvor per Phishing geklaut.

Hier wird also ganz geschickt die Gier der Menschen nach dem schnellen Geld ausgenutzt und gleichzeitig Phishing als Identitätsverschleierung eingesetzt.

Die Opfer sind dabei beide schlecht dran: Das Phishing-Opfer muss möglicherweise mit dem Verlust seines Geldes rechnen und das Nigeria-Connection-Opfer zusätzlich mit einer strafrechtlichen Würdigung.

Denn: Geldwäsche ist in Deutschland illegal. Ähnliche Szenarien sind auch für Vishing denkbar. Sie sind durch das höhere Vertrauen in die Kommunikationsform Telefon für die Kriminellen besonders reizvoll.

Abwehrmaßnahmen gegen Spit und Vishing

Mit Spit und Vishing beschäftigen sich mittlerweile diverse Institutionen. So warnen die Sparkassen in einem eigenen Artikel ihre Kunden vor der neuen, noch wenig bekannten Gefahr. Die toplink AG als Betreiber der Deutschen Internet-Telefon-Zentrale und somit wichtige Schnittstelle zwischen Außenwelt und VoIP-Anwender verwendet eine Anti-Spit-Software, die erkennt, ob von ein und derselben Quelle eine unzulässig hohe Anzahl an Anrufen abgesendet wird. Anders als bei Spam ist der Absender immer lokalisierbar und kann so gesperrt werden.

Eine andere Idee sind Whitelists, bei denen sich Personen und Institutionen registrieren müssen. Machen sie dies nicht, dann wird ein Anruf nicht durch gestellt. Absolute Sicherheit bieten aber alle Verfahren nicht. Der beste Schutz gegen Spit und Vishing lautet deshalb: ignorieren und auflegen.

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Die Ortung per Mobiltelefon kann im Notfall helfen

Ein Notfall, Hilfe ist notwendig: Per Handy ruft der Verunglückte die Polizei an. Und die hat zunächst ein Problem: Wo befinden sich das Handy und sein Inhaber? Hat der sich mit seinem Handy bei beim Notfon D der Dienstleistungstochter des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft oder bei der Börn-Steiger-Stiftung registrieren lassen, dann werden automatisch die Rettungsdienste über den ungefähren Standort informiert. Die Handyortung macht es möglich.

Zahlreiche neue Dienstleister

Auf dem Markt für Handyortungen tummeln sich eine Reihe von Onlineportalen. Track your Kid hat sich beispielsweise auf die Ortung des Nachwuchses spezialisiert. Im By Call-Paket kostet hier eine Ortung zwischen 75 Cent und einem Euro, es fällt eine Einrichtungsgebühr von 19,90 Euro an. 49 Cent pro Ortung veranschlagt der Handylocator.

„Überraschen Sie Ihre Freunde oder Geschäftspartner“, steht hier als ein Anwendungszweck. Ehebruch 24 ist da vom Websitenamen her schon wesentlich eindeutiger. „Geben Sie sich mit Ehebruch24 den Liebesbeweis des neuen Jahrtausends, erteilen Sie sich gegenseitig eine Ortungsgenehmigung“, wirbt der Betreiber. „Eifersucht hat keine Chance.“ Wer sich so seine Liebe beweisen will, muss pro Ortung 99 Cent berappen.

Websitenamen hin oder her: Dem Neugierigen bleibt es selbst überlassen, welchen Zweck er mit einer Ortung verfolgt. Schon mehrfach wurde so in den Medien von dem Aufspüren von Handydieben mit Hilfe von Ortung berichtet. Für den Bestohlenen ist es aber vor allem wichtig, dass der Dieb das Handy ausschaltet, damit er die SIM-Karte des Mobilfunkbetreibers effektiv sperren lassen kann. Dann klappt aber auch die Ortung nicht mehr, denn die funktioniert nur im eingeschalteten Zustand.

Es gibt auch spezielle Halsbänder für Haustiere, die man auf diese Weise orten kann. Interessant ist dieser Service für Speditionsbetreiber, die auf diese Weise ihre Fahrzeugflotte lokalisieren können.

Eines haben alle neuen Anbieter meistens gemeinsam: E-Plus-, Vodafone- und o2-Netze werden in der Regel abgedeckt. T-Mobile-Handybesitzer haben hingegen Ruhe vor der Ortung, denn das Unternehmen rückt die Zellendaten nicht für private Ortungsdienste heraus.

Funktionsweise und Authorisierung

Die Ortung zeigt aber nur einen unspezifischen Bereich an, weil die Dienste zumeist ausschließlich auf der GSM-Funkzellenortung basieren. Dabei wird dem Ortungsdienst vom Mobilfunknetzbetreiber mitgeteilt, bei welchem Funkmast das Handy gerade angemeldet ist. Je nach Funkmastdichte kann das Handy also beispielsweise im ländlichen Raum bis zu fünf Kilometer vom Funkmast entfernt sein, entsprechend ungenau werden die Angaben. Genauso gut kann der Handybesitzer aber auch direkt neben dem Funkmast stehen.

Ziemlich unkompliziert ist dabei der Ablauf der Authorisierung: Auf der Website eines Anbieters registriert sich der Handynutzer mit seiner Nummer. Per SMS erhält er eine Bestätigung mit einem Code. Fertig.

Weitere Authorisierungzusätze werden häufig nicht durchgeführt, obwohl es Datenschützer fordern. So ist es nicht nur theoretisch möglich, dass ein Handybesitzer gegen seinen Willen geortet wird, denn auch über einen Ortungsvorgang wird meistens weder aufgeklärt, noch wird dafür die Erlaubnis abgefragt.

Szenario: Die Ehefrau schaltet das Handy ihres untreuen Ehemanns in seiner Abwesenheit für die Ortung frei. Zukünftig weiß sie, wo sich ihr Gatte aufhält. Ohne, dass dieser das mitbekommt. Natürlich ist das nicht legal: Nach deutschem Gesetz muss eine Person im Wissen darüber sein, dass sie auf eine solche Art und Weise ausgehorcht wird. In der Praxis interessiert das die gehörnte Ehefrau aber vermutlich selten. Auch die Androhung von bis zu fünf Jahren Haft schreckt kaum ab, da ja im Zweifel nur schwer nachgewiesen werden kann, wer die Ortung veranlasst hat.

Komplizierter wird es für den Spion schon, wenn er die von einigen Anbietern geforderte Unterschrift fälscht. Dann wird eine Bestrafung mit wahrscheinlicher. Und das nur dafür, dass der Aufenthaltsort schwammig eingegrenzt wurde.

Zumindest für den Notfall hat die Björn Steiger-Stiftung das Problem der ungenauen Ortung gelöst: Sie bietet spezielle Geräte an, in denen auch ein GPS-Sender integriert ist. Diese haben zwar den Nachteil, dass sie direkten Sichtkontakt zu einem Sateliten benötigen. Dafür ist der Aufenhaltsort aber auch für die Rettungsdienste auf zehn Meter genau bestimmbar.

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Ältere Generation hat ihre speziellen Bedürfnisse beim Surfen

Diverse Studien belegen es: Senioren werden im Internet immer wichtiger. So zeigt beispielsweise die ARD/ZDF Onlinestudie 2007 die stärkste Zuwachsrate bei der Internetnutzung bei Personen über 60 Jahre. 5,1 Millionen der so genannten „Silver Surfer“ gibt es in diesem Jahr, 2006 waren es nur 4,1 Millionen. Bezogen auf die Gesamtheit der Senioren ist dies aber bisher nur ein geringer Prozentanteil von 25,1 Prozent. Zum Vergleich: 95,8 Prozent der 14- bis 19-Jährigen sind online. Die Zielgruppe der „Silver Surfer“ wird aber immer wichtiger, auch die Webangebote nehmen deshalb zu.

Richtig suchen im Web

Und die generelle Orientierung unter den zahlreichen Websites ist dabei oft schon das erste Problem. Im Internet bieten Suchmaschinen wie Google oder Yahoo solche Orientierungshilfe an. Thorsten Olscha, Suchmaschinenexperte von Ranking-Check, rät für den Umgang mit Google & Co.: „Man sollte möglichst nicht nach einem Schlagwort suchen sondern nach mehreren aneinander gehängten Suchwörtern – so genannten Phrasen, um ein erfolgreiches Ergebnis zu erzielen. Man kann auch eine Frage in die Suchleiste eingeben und erzielt damit ein gutes Ergebnis.“

Speziell Senioren rät Olscha aber: „Sie sollten nicht nur über die Suchmaschinen suchen sondern lieber über deren Verzeichnisse.“ Der Grund: Beim Yahoo-Verzeichnis oder dem Verzeichnis DMOZ, welches auch Google einbindet, sind Websites thematisch sehr gut strukturiert.

Gute Websites für Senioren

„Webseiten für Senioren müssen einfach und klar strukturiert sein“, sagt Ute Kempf, Pressesprecherin der Website www.50plus-ans-netz.de. „Eine komplexe Navigation und ein verschachtelter Aufbau überfordern viele ältere Menschen. Wenn sie nicht mit wenigen Klicks zur gewünschten Information kommen, geben sie auf.“

Einfache Menüs, kein Geblinke und keine nervigen Pop-Up-Fenster: Für Senioren gilt verstärkt, was auch junge Internetnutzer eigentlich wollen. Zudem: Eine große Schrift. So bietet beispielsweise die Website Feierabend.com die Möglichkeit, die Textschrift zu vergrößern. „Viele ältere Internetnutzer wissen nicht, dass Browser eine solche Funktion bieten“, begründet Kempf, warum sie einen solchen Service gut findet.

Weitere gute Websites für Senioren sind: senioren.verdi.de (Website der Gewerkschaft ver.di für Senioren), vip-ruhrgebiet.de (eine vorbildliche Info- und Tippseite für Senioren im Ruhrgebiet) und forum-fuer-senioren.de (eine inhaltlich sehr starke Seite für Senioren). 

Einkaufen im Netz

Die Ergebnisse der von Europressdienst im Auftrag von PayPal durchgeführten Studie „eCommerce 2007“ zeigen: „Bei den für den Kauf im Internet entscheidenden Kriterien bestehen keine großen Unterschiede zwischen jungen und alten Online-Shoppern“, sagt Barbara Hüppe, Sprecherin des Online-Bezahlservices PayPal: „Preise und Kosten, Produktangebot, Service, Schnelligkeit und Bequemlichkeit zählen für alle Online-Shopper.

Die Ergebnisse im Detail: Ein passendes Bezahlverfahren ist für alle befragten Online-Shopper über 50 Jahre wichtig oder sehr wichtig. Eine große Produktauswahl zählt für 95 Prozent der 50 bis 59-Jährigen und alle, die 60 Jahre und älter sind. Mit entscheidend fürs Einkaufen im Netz ist, dass beim Shoppen und Bezahlen alles glatt läuft. Guter Service, also etwa die kostenlose und unkomplizierte Rücknahme von gekauften Artikeln, Reparaturservices oder Kontaktmöglichkeiten, machen aus 97,5 Prozent der 50 bis 59-Jährigen sowie 88,9 Prozent der über 60-Jährigen Stammkunden. Für 88,8 Prozent der 50 bis 59-jährigen Online-Shopper bilden günstige Produktpreise ein entscheidendes Kriterium beim Einkaufen im Internet, bei den über 60-Jährigen sind es 86,1 Prozent (Online-Shopper gesamt: 94 Prozent).

Auf die Sicherheit achten

Die Technik muss stimmen: Bei einem Webeinkauf werden sensible Daten an den Shopbetreiber mitgeteilt, wie etwa die Adresse und Konteninformationen. Ist die Website dann nicht „sicher“, können diese Daten von Böslingen ausspioniert werden.

Ein sicherer Server ist erkennbar an dem „https://“ vor der Webadresse (anstelle des „http://“). Ein Widerrufsrecht, klar auffindbare und verständiche AGB sowie ein klare Beschreibung der Produkte und ihrer Lieferbedingungen sollten ebenfalls Standard bei einem seriösen Shop sein. Auch die Zahlart ist wichtig: Überweisungen per Western Union in Vorkasse und ferne Länder werden manchmal von Betrügern als einer Bargeld ähnlichen Bezahlmethode missbraucht. Besser ist es hier, Lastschrift oder Kreditkarte zu wählen. Manche Shops bieten auch Rechnungszahlung an, das ist die kundenfreundlichste Methode.

Für seröse Shops gibt es auch Zertifikate: Trusted Shop oder das TÜV Safer-Shopping-Zertifikat bescheinigen diese zum Beispiel. Hüppe: „Ich achte immer darauf, dass ein telefonischer Kontakt vorhanden ist für eventuelle Probleme oder Rückfragen. Ist dies nicht der Fall, oder erscheint die Website kurios, sollten sie einen anderen Shop suchen, bei dem ähnliche Artikel angeboten werden.“ Ein Tipp der Expertin für den sicheren Umgang mit Onlineshopping: Auf der Website kaufenmitverstand.de gibt es einen Leitfaden zum Ausdrucken. „Dann hat man ihn immer griffbereit, wenn man etwas kaufen möchte.“

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So gelingt der Einstieg ins Internet

Der Einstieg ins World-Wide-Web klingt zunächst schon recht kompliziert und wirkt auch unsicher. Dabei sind mit einigen wenigen Handgriffen die wichtigen Weichen schnell gestellt. Tipps rund um den schnellen und sicheren Einstieg ins Internet für Silver Surfer.

„Als ich dann zur Fortbildungseinrichtung gegangen bin, um mal zu testen, was die für ein Programm bieten, wusste dort keiner Bescheid.“ Besonders vertrauenserweckend fand Herbert Müller dieses Angebot nicht. Anlass war ein Inserat „Internet für Senioren“ in der örtlichen Tageszeitung.

Und in der Tat: Von der zahlungskräftigen Gruppe der so genannten „Silver Surfer“ versprechen sich auch einige schwarze Schafe in der Weiterbildungsbranche schnelles Geld. Aber: Gleich den Laptop anschaffen und einen Telefonvertrag abschließen – das ist in vielen Fällen auch der falsche Weg. Der erste Schritt ist es, zu testen, was das Internet kann und ob man damit umgehen kann.

Dazu sind Internetcafés gut geeignet. Hier gibt für sehr wenig Geld eine sehr schnelle Internetverbindung. Und ein kleiner Kurs kann auch nicht schaden: Die örtliche Volkshochschule hat oft spezielle Angebote für Senioren im Programm – und ist ein unbestritten seriöser und günstiger Anbieter.

Wahl des richtigen Internetzugangs

Soll es künftig auch daheim ins Internet gehen, dann ist die Auswahl an unterschiedlichen Zugangsarten ins Internet groß und unübersichtlich. Zunächst der Computer. Hier gilt die Regel: Je billiger, desto besser. Für einen „normalen“ Durchschnittsnutzer ist ein Super-Computer völlig überdimensioniert. Der Rechner sollte als Minimalausstattung ein Betriebssytem (also Microsoft Windows), eine integrierte Netzwerkkarte und ein integriertes 59 K-Modem besitzen. Das ist eigentlich fast Standard und deshalb werden viele Computer diesen Anforderungen entsprechen. Solche Modelle gibt es ohne Monitor für rund 300 Euro, der Computerfachhandel berät hier gerne.

Bleibt die Zugangsart: Mit dem integrierten 59-K-Modem kann der Silver Surfer zunächst relativ einfach über die analoge Telefonleitung ins Internet. Dazu wird das mitgelieferte Telefonkabel in den Steckplatz für das Faxgerät der eigenen Telefonbuchse gesteckt.

Computer starten und fertig? Leider nein: Für die Einwahl ins Internet ist nun zunächst noch ein Telekommunikationsnbieter nötig. Besonders einfach geht das hier mit T-Online oder AOL. Die Software wird häufig schon mit dem Computer mitgeliefert und ist vorinstalliert. Sie muss dann einfach noch aktiviert werden. Weiterer Vorteil: Die Bedienung ist wirklich sehr intuitiv, es gibt gleich eine eigene E-Mail-Adresse dazu. Zudem lässt sich das System einfach mit schnellerer Technik aufstocken. Nachteil: Diese einfache Bedienung ist häufig mit einer monatlichen Grundgebühr erkauft.

Schneller ins Internet mit DSL

DSL ist das Hochgeschwindigkeitsinternet. Im Vergleich zur 59-K-Technik geht hier das Surfen um ein Vielfaches schneller. Die Technik ist bereits etabliert, um den Kunden buhlen hier diverse Telekommunikationsfirmen mit immer geringeren Preise. Schon ab 35 Euro im Monat gibt es hier das Rund-um-Sorglos-Paket. In diesem Preis ist nicht nur das Surfen im Internet inklusive, sondern zusätzlich das kostenlose Telefonieren ins komplette deutsche Telefonfestnetz. Aber vorsicht: Die Vertragsbedingungen unterscheiden sich hier gravierend. Beispielsweise darf bei der Deutschen Telekom nur ins Netz der Deutschen Telekom kostenlos telefoniert werden. Die Grundgebühr kommt hier auch schon auf stolze 44,95 Euro pro Monat. Technisch betrachtet ist nun die integrierte Netzwerkkarte (siehe oben) wichtig. Die Anbieter senden in der Regel die komplette restliche Technik mit der Vertragsunterschrift zu und erklären, wie dann diese zwischen Telefonbuchse und Netzwerkkarte des Computers verbunden werden müssen. Manche Anbieter bieten auch einen kostenpflichtigen Installationsservice an. Für technisch weniger versierte Anwender zahlen sich die Zusatzkosten aus, denn durch die professionelle Installation funktioniert das Internet nachher auf jeden Fall einwandfrei.

Computer technisch sicher machen

Tjark Auerbach, Gründer und Geschäftsführer der Avira, dem Hersteller der für Privatnutzer kostenlosen Antivirensoftware AntiVir, weiß: „Senioren sind wegen der Gefahren des Internets besonders besorgt – manchmal sogar übervorsichtig. Die fehlenden Kenntnisse rund um die Grundbegriffe und die Medienberichterstattung sorgen für eine grundlegende Angst. Sie zögern deshalb auch, wenn es um den Kauf von Produkten oder Geldgeschäften über das Internet geht.“ Dabei hat das Internet gerade hier seine Reize: Immer mehr Bankfilialen schließen, das Online-Banking ersetzt so die weiten Wege zum nächsten Bankschalter. Und: Im Internet ist das Kaufangebot für Senioren riesig. Wer sich diese Möglichkeiten erschließen will, muss für folgende Sicherheitsgrundausstattung des Computers sorgen:

  • Aktuelle Anti-Viren-Software: Trojaner, Viren, Phishing – die Gefahren des Internets ergeben sich aus bösartigen Programmen und den kriminellen Absichten ihrer Programmierer. Dass der eigene Computer doch für solche Personen völlig uninteressant sein müsse, ist ein fataler Irrglaube. Für Viren und Trojaner sind Privatrechner im Vergleich zu professionellen Schutzmaßnahmen von Unternehmen leichte Beute. Als Basisschutz ist eine Anti-Viren-Software unerlässlich, die den Computer nicht nur vor Angriffen schützt, sondern auch regelmäßig nach den Böslingen durchsucht und verseuchte Dateien meldet.
  • Aktuelle Firewall: Die Anti-Viren-Software ist schon ein grundlegender Schutz gegen Attacken auf den Computer. Damit der Angreifer gar nicht erst Zugriff erhält, muss eine aktuelle Firewall installiert sein. Der „Feuerschutz“ blockiert verschiedene Zugänge – so genannte Ports – aus dem World-Wide-Web heraus ins eigene Computersystem. Ist er nicht installiert, ist der Computer für Angreifer offen wie ein weites Scheunentor.
  • Aktuelle Software: Das alles bringt nichts, wenn andere Software auf dem Computer Lücken aufweist, über die ein Angreifer unbemerkt einsteigen kann. Insbesondere das Betriebssystem – also Microsoft Windows – sollte immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Fehler in der Software – so genannte Bugs (übersetzt: „Käfer“) – werden von den Softwareherstellern regelmäßig bereinigt. Die meisten Softwareprogramme informieren automatisiert, wenn eine solche Aktualisierung (englisch: Update) vorliegt.


Tjark Auerbach: „Ein großes Problem ist es, dass Anwender ihr System nicht aktuell halten. Dabei ist das in der Regel ganz einfach.“ Die Aktualisierung funktioniert häufig automatisch und die Software kann leicht besorgt werden oder ist sogar auf dem neuen Computer schon vorinstalliert.

Sensibel für die Gefahren des Webs

Aber der beste Angriffspunkt für Internetbösewichte ist immer noch das Unwissen vieler Surfer: Privatrechner sind für Kriminelle wegen der sensiblen Daten wie etwa Bank- und Kreditkartennummern besonders interessant. „Häufig trügt der Schein: Auch wenn es so wirkt als hätte ein Bekannter eine Datei per E-Mail übersendet, öffnet der unwissende Surfer tatsächlich meist einen schädlichen Anhang“, schildert Sicherheitsexperte Auerbach. „Sensibilität und ein gesundes Misstrauen sind so die Grundeinstellung für einen sicheren Umgang mit dem Internet.“

So werden Banken ihre Kunden niemals dazu auffordern, auf einer Website ihre Kontonummer und Geheimzahl einzugeben, um die Gültigkeit derselben zu bestätigen. Die Websites dieser Betrüger sehen dabei in ihrem Gesamtauftritt der Originalwebsite täuschend ähnlich. Oder: „Kleinere Programme etwa mit Weihnachtsspielereien werden oft von unwissenden Freunden versendet. Sie sind potenziell bösartig – klicken ahnungslose Anwender auf animierte Grußkarten, aktivieren sie damit unbewusst den Schädling“, so Auerbach. Sprich: Im Web gefundene, witzige Sachen sollten niemals in Programmform als Anhang an eine E-Mail weitergesendet werden. Und nur, weil ein guter Freund dieses Programm versendet, ist es noch lange nicht bedenkenlos. Zum einen kann sich ein bösartiger Internethacker mit der E-Mail-Adresse des Freundes problemlos tarnen. Zum anderen hat der Freund ja auch nicht die technischen Möglichkeiten, die Gutartigkeit des Programmcodes tatsächlich selbst zu testen.

Beim Einkaufen im Internet sollte auch nicht gleich der unbekannte Billigshop in Übersee gewählt werden: Hier sollten Silver Surfer langsam ihr Wissen aufbauen. Und dieses lässt sich am besten zunächst bei etablierten und bekannten Shops sammeln, beispielsweise von großen Kaufhäusern. Wichtig ist es hier immer, auf AGB und Impressum zu achten. Vorkasse ist dabei eine wenig erstrebenswerte Zahlungsart. Und Vorsicht auch vor Auktionen: Hier übertreffen im Spiel um die Gebote die Endersteigerungspreise häufig den Preis im Geschäft um die Ecke.

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