Auch mit vorhandenen Geräten kann das Telefonieren vereinfacht werden

Elisabeth Müller hat Angst. Schon einmal ist sie hingefallen und das Telefon stand in diesem Moment fast unerreichbar weit weg im Flur. Außerdem sind die Tasten viel zu klein, regelmäßig verwählt sie sich mit dem hochmodernen Gerät. Nicht nur betagte Menschen wissen dabei einfache Bedienbarkeit und große Tasten beim Telefon zu schätzen. Die Telefonhersteller haben das erkannt und bieten eine breite Palette an unterschiedliche, ergonomischen Geräten an. Wir stellen einige aktuelle Geräte im kurzen Überblick vor.

Siemens Gigaset E150

Viele Menschen im hohen Alter sind in ihren motorischen Fähigkeiten eingeschränkt, mögen sich auf der anderen Seite nicht mehr mit Klingeltönen und zahllosen Telefoneinstellung beschäftigen. Christoph Obermüller, Geschäftsführer von Senotech: „Viele Telefone sind in ihrer Menüführung zu kompliziert. Schon das ändern der Lautstärke ist nur nach drei bis vier Schritten möglich. Viele Senioren haben Angst davor, etwas zu verstellen oder zu zerstören. Deshalb können sie dann solche Funktionen nicht verändern.“ Gleichzeitig ist aber das Bedürfnis nach Sicherheit, nach dem schnellen und unkomplizierten Notruf bei Senioren da. Schon durch ein paar einfache Regeln lässt sich auch das vorhandene Telefon und damit der Kontakt zur Außenwelt etwas sicherer und einfacher machen.

Alte Telefone aufmöbeln

Tiptel Ergovoice „Bei schnurgebundenen Telefonen ist es wichtig, dass sie an einem Ort aufgestellt sind, der häufig benutzt wird“, rät so Obermüller. „Klassischerweise befindet sich aber das Telefon im Flur.“ Wenn das Telefon im Wohnzimmer platziert wird und vielleicht ein zweites Gerät gleich im Schlafzimmer, dann sind wichtige Orte abgedeckt. Gerade, wenn es hektisch wird, ist außerdem der Notruf oder die Telefonnummer zu Verwandten und Nachbarn vergessen: Dagegen helfen spezielle Nummernspeicher, die mit einer Taste erreichbar sind. Wer dies nicht hat: Mit einer Bildwahltastatur lässt sich ein Tastaturblock zum Telefon dazu schalten. Die Tasten sind dabei so groß, dass ein Passfoto dahinter geklemmt werden kann. Mit einem Tastendruck sind so zuvor festgelegte Personen sofort zu erreichen. Schnurlose Telefone sind bei älteren Menschen oft unnötig. Obermüller: „Schnurlose Telefone lassen Senioren oft ständig in der Schale liegen. Dadurch werden sie überladen. Sie werden eigentlich wie schnurgebundene Telefone verwendet.“

Spezielle Telefone für Senioren

Eine SOS-Taste gedrückt und das Telefon wählt nacheinander verschiedene Rufnummern, sofern eine Rufnummer besetzt oder nicht erreichbar ist. Neue, speziell für Senioren konzipierte Telefone, bieten einige interessante Funktionen. Zentral ist aber vor allem die einfache Bedienbarkeit. „Natürlich gibt es unter Senioren starke Unterschiede, was die Anwendungsfreudigkeit neuer Technik betrifft“, beschreibt Obermüller. „In der Tendenz möchten ältere Menschen aber sehr einfache Funktionen verwenden. So ist beispielsweise die Doppelbelegung einer Taste schlecht. Beispiel Lautstärke: Einfache Schieberegler sind hier eine gute Alternative zu komplizierten Menüs.“ Große Tastaturen sollte ein Seniorentelefone in jedem Fall besitzen. Ist das Fingerspitzengefühl nicht mehr so gut vorhanden, dann gibt es auch Geräte mit speziellen Führungshilfen. Wieder andere Geräte schalten automatisch die Hintergrundbeleuchtung an, wenn die Hand auch im Dunklen darüber fährt.

Modelle im Überblick

DFG Zettler Not-Tel 3 Ergonomische Telefone, die die Ansprüche von Senioren erfüllen, gibt es schon ab etwa 25 Euro. Geräte, die mehr Funktionen bieten, kosten aber auch mehr als 100 Euro. Darüber hinaus können bestehende Telefone durch ein Bildtastengerät ergänzt werden. Diese werden zu einem herkömmlichen Telefon dazugeschaltet und bestehen aus einem Tastenblock mit sehr großen Tasten. Hier ein Überblick über mögliche Senioren-Telefonmodelle von verschiedenen Herstellern: 
Ergonomische Markentelefone: Ab etwa 25 Euro gibt es spezielle Großtastentelefone. So kostet das D FG Z ettler Not-Tel 2 knapp 25 Euro. Es bietet dafür extrem große Tasten uns ist für ein Hörgerät geeignet. Das Tiptel Ergovoice Start für etwa 100 Euro wählt nacheinander bis zu drei Notrufnummern und schaltet bei Erreichbarkeit sofort auf Freisprechen. Dazu muss nur eine einzige Taste gedrückt werden. Ab etwa 135 Euro ist beim Siemens G igaset E 150 alles etwas größer, ein externer Kopfhörer kann an das Gerät angeschlossen werden.
Easy5 Seniorenhandy: Mit dem Seniorenhandy Easy5 von Senotech wird bewusst der Trend zu immer kleiner werdenden und gleichzeitig komplizierter zu bedienenden Telefonen durchbrochen. Das Easy5 wurde speziell für die reifere Generation entwickelt. Es verbindet innovative Technologien mit einfachster Bedienbarkeit und schlichter Erscheinungsform. So ermöglicht es Ihnen mit den Menschen zu kommunizieren, die Ihnen wichtig sind. Weitere für Senioren geeignete Handys haben wir Ihnen in dieser Woche bereits ausführlicher vorgestellt.
Bildtasten-Wählgerät: Viele ergonomische Telefone bieten besonders große Wahltasten für fest gespeicherte Nummern. Eine Alternative dazu sind Bildtasten-Wählgeräte. Auf die Tasten können dann beispielsweise Passfotos aufgebracht werden. Dadurch werden mit einem Fingerdruck wichtige Nummern sofort angewählt.

Fazit: Bedienkomfort und Sicherheit muss nicht teuer sein

Mehr Bedienkomfort und gleichzeitig Sicherheit in den eigenen vier Wänden muss nicht teuer sein. Viele Hersteller bieten eine ganze Palette an Großtastentelefonen mit guten Funktionen für Senioren in allen Preisklassen an.

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