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In eigener Sache: Stroisch-Website Version 6

Endlich ist es soweit: Die Website des Journalistenbüros wird inhaltlich und im Design aktualisiert. Die Veränderungen im Überblick.

Die Website des Fachjournalisten Jörg Stroisch(LINK) ist eine der ältesten Journalistenwebsites(Link auf archive.org) im deutschen Internet überhaupt; und erlebt mittlerweile seine sechste große Veränderung. Denn der Markt und die Tätigkeit haben sich in mittlerweile 16 Jahren Selbstständigkeit gewandelt.

Video-Aufmacher: Storyboard-Video über meine Journalisten-Leistungen

Schon auf den ersten Blick ist die Website sehr viel dynamischer als zuvor. Der Grund dafür ist ein Video, welches ich speziell für meine Leistungen habe erstellen lassen. Den Text habe ich selbst eingesprochen.

Neues Design: Neue Farben, weniger Spalten – mehr Finanzjournalist

Die auffälligste Veränderung ist vermutlich das Design. Einerseits ist die Website nun in Blautönen gehalten. Ich finde, das passt besser zur Arbeit eines Finanzjournalisten. Andererseits nutze ich nun nur noch zwei Spalten und habe eine horizontale Navigationsebene eingeführt. Weggefallen ist dabei die Rubrik „Reise“, weil ich hier nicht mehr aktiv tätig bin. Hinzugekommen ist eine Darstellung der Medienformen, die ich bedienen kann.

Neue Inhalte: Straffung der Produkttexte, aktuelle Beiträge und ein Immo-Podcast

Ganz neu: Ab Juli wird es einmal im Monat einen Immo-Podcast geben, bei dem ich Nutzwertaspekte rund um die Immobilie vorstellen werde. Insgesamt wurde die Darstellung meiner Produkte deutlich eingedampft – und um die Medienformen ergänzt, in denen ich aktiv bin.

Mobile Responsive: Schlanker Code

Besonders wichtig war mir bei der Neugestaltung auch, dass die Website zukünftig eine mobile Ansicht der Informationen bietet. Dabei habe ich mit wenigen Code-Zeilen und das aufwändige Laden von Bibliotheken ein sogenanntes responsive Design realisiert. Normalerweise finde ich separate mobile Versionen der Website besser – so habe ich es auch bei meinem Webprojekt MiaSkribo realisiert. Aber bei Stroisch.com unterscheiden sich die Inhalte in der mobilen Version kaum von der Desktop-Version, so dass nicht viel unnötiger Inhalt mitgeladen wird und die Performance so auch in der mobilen Version exzellent ist.

Datenschutzkonform: Viel, aber wichtige Arbeit

Die neue Datenschutzverordnung hat diverse Anforderungen an Websitebetreiber formuliert. Ich sehe es hier nicht nur als meine Pflicht an, diesen Anforderungen gerecht zu werden – sondern ich möchte auch gerne besonders vorbildlich agieren. Denn Datenschutz ist Kunden- und Verbraucherschutz. Das ist nicht immer ganz einfach. Veränderungen, die Sie auf der neuen Website wahrnehmen werden:

  • Nachladefrage: Bei den Vimeo-Videos, die ich verwende, wird nun zunächst abgefragt, ob das Video geladen werden soll. Damit ist sichergestellt, dass nicht ohne das Einverständnis des Nutzers Daten an die amerikanische Firma übermittelt werden. Dazu verwende ich einen Open-Source-Code von Arndt von Lucadou(https://github.com/a-v-l/dsgvo-video-embed). Wichtig ist mir, dass der Code möglichst schlank ist, damit die Perfomance der Website nicht gefährdet ist. Für mein Webprojekt MiaSkribo verwende ich das aufwändigere Plugin jlkjklj (LINK).
  • Keine Social-Plugins: Schon länger verzichte ich völlig auf sogenannte Social-Plugins, mit denen eine Kommentierung von Artikel bei Facebook und Co möglich ist.
  • Einbindung von Matoma als Tracking-Tool: Das Tracking-Tool Matoma liegt auf meinem Webspace und wird direkt von mir betrieben; anders, als das schon vor längerer Zeit abgesetzte Google Analytics. Es bietet zudem umfangreiche Datenschutzeinstellungen und dem Nutzer die Möglichkeit, dem Tracking per Klick zu widersprechen(LINK).

Programmierung: eigenes CMS-System

Weiterhin wird die Website komplett als statisches HTML abgespeichert, was eine sehr gute Performance sicherstellt. Dazu verwende ich schon seit Jahren ein selbst programmiertes CMS auf Basis von MySQL und PHP – ich bin ein ambitionierter Hobbyprogrammierer. Mein Websiteprojekt MiaSkribo basiert übrigens stattdessen auf WordPress und Woocommerce, bei denen ich ebenfalls mit umfangreichen Programmierungen die Systeme entsprechend meiner Wünsche anpasse.

Viel Spaß mit der neuen Website 😉

Female housekeeper while cleaning office. Woman wearing protective gloves and holding bucket full of cleaning supplies on blurred background - Foto: iStock.com/AlexRaths

Besser nicht unter der Hand beschäftigen

Wenn sich der Staub in der eigenen Wohnung mal wieder stapelt oder das Putzevent am Wochenende eher für Beziehungsstress als für eine saubere Wohnung sorgt, dann denkt sich so mancher: Vielleicht ist eine Putzhilfe nicht schlecht. Die Suche nach einer zuverlässigen Person ist überraschend schwierig – zumindest, wann alles legal und mit rechten Dingen zugehen soll.

Wenn sich der Staub in der eigenen Wohnung mal wieder stapelt oder das Putzevent am Wochenende eher für Beziehungsstress als für eine saubere Wohnung sorgt, dann denkt sich so mancher: Vielleicht ist eine Putzhilfe nicht schlecht. Die Suche nach einer zuverlässigen Person ist überraschend schwierig – zumindest, wann alles legal und mit rechten Dingen zugehen soll.

Auf den ersten Blick beginnt die Suche nach einer Putzhilfe ziemlich vielversprechend. In Kleinanzeigen und auf Vermittlerbörsen, auch beim Arbeitsamt oder bei der Minijobzentrale gibt es eine Vielzahl an Kandidaten. Der zweite Blick ist dann sehr viel ernüchternder: „Ich hätte Zeit, aber kann nur ohne Rechnung arbeiten“, so die häufige Antwort. Das Problem: Es handelt sich dabei um illegale Schwarzarbeit. Und die  kann für den Auftraggeber viel Negatives bedeuten, erklärt Wolfgang Buschfort von der Minijob-Zentrale in Bochum:

„Eine Putzhilfe schwarz zu beschäftigen, ist eine Ordnungswidrigkeit, kann mit bis zu 5.000 Euro bestraft werden. Viel schlimmer ist aber, wenn man sieht, was passieren kann, wenn eine Putzfrau im Haushalt dann beispielsweise einen Unfall hat. Als Privatperson trägt man dieses Risiko. Und zahlt dann letztendlich die Rente.“

Wer das verhindert will, hat zwei Möglichkeiten: eine Putzhilfe als Minijobber arbeiten lassen. Oder auf gewerblich-selbstständiger Basis.

Minijobber können von der Steuer abgesetzt werden

Die erste Variante sind die Minijobber. Die können bis zu 450 Euro im Monat verdienen. Der Auftraggeber muss dann pauschal 15 Prozent an Sozialversicherung und Steuern an die Minijobzentrale abführen. Dafür gibt es als Ausgleich eine ordentliche Steuerersparnis von bis zu 510 Euro im Jahr. Das lohnt sich, rechnet Buschfort vor:

„Irgendwo ab so einem Zeitpunkt von knapp 300 Euro ist es dann so, dass man die 510 Euro, die man an die Minijobzentrale zahlt, auch letztendlich an Steuern herauskommt.“

Die Minijob-Zentrale bietet auf ihrer Website einen einfachen Registrierungsprozess an – das sogenannte Haushaltscheckverfahren. Das Ausfüllen einer DIN-A4-Seite reicht und schon ist die Putzhilfe legal eingestellt.

Ein Vertrag sollte immer abgeschlossen werden

Die zweite Möglichkeit ist, die Putzhilfe per Rechnung zu bezahlen. Eine Bedingung für die steuerliche Absetzbarkeit ist hier, dass das Geld auf ein Konto überwiesen wird. Die Putzhilfe muss außerdem einen Gewerbeschein haben. Es bleibt ein Risiko, nämlich dann, wenn die Putzhilfe nur einen Auftraggeber hat, erläutert Michael Felser, Rechtsanwalt mit dem Spezialgebiet Arbeitsrecht:

„Eine Einzelperson als Selbstständige zu beschäftigen, ist auch riskant, weil da das Thema Scheinselbstständigkeit droht.“

Es ist schwierig, nachzuhalten, ob die Putzhilfe wirklich beständig mehrere Auftraggeber hat. Ist das nicht der Fall, drohen empfindliche Nachzahlungen. Andere Dinge lassen sich hingegen gut vorab klären, beschreibt Rechtsanwalt Felser:

„Ich würde mir auf jeden Fall einen Personalausweis, ein Führungszeugnis, wenn es jemand ist, der eine Aufenthaltserlaubnis benötigt, die Aufenthaltserlaubnis vorlegen lassen. Sozialversicherungsausweise, Empfehlungsschreiben, Arbeitszeugnisse früherer Haushaltsstellen.  Das sind eigentlich die Unterlagen, die man da benötigt.“

Das sind Unterlagen, die sowohl der Minijobber als auch der gewerblich Tätige vorlegen sollte. Und Rechtsanwalt Felser rät auch dazu, immer einen vernünftigen Vertrag abzuschließen. Dafür gibt es Vordrucke zum Beispiel bei den IHKs oder auch bei der Minijobzentrale.

Journalistenbüro Stroisch schafft Azubistelle

Ab dem 1. September 2007 bildet das Journalistenbüro Stroisch zum ersten Mal aus. Die Auszubildende heißt Heidi Hecht und erlernt den Beruf der Kauffrau für Bürokommunikation. Gleichzeitig ist das Journalistenbüro Stroisch der erste Betrieb, der im Rahmen der Initiative „100 fürs Rheinland“ auf dem Weg zum Ausbildungsbetrieb begleitet wird.

Für den Journalisten und nun offiziellen Ausbilder Jörg Stroisch ist die Ausbildung eine neue Herausforderung. „Am Anfang habe ich mir finanziell eine reguläre Ausbildung nicht so recht vorstellen können: 700 Euro pro Monat, das ist schon recht viel“, sagt Jörg Stroisch. „Aber viel problematischer fand ich noch den ganzen organisatorischen Kram.“ Bei der Bewältigung halfen die Initiative „100 fürs Rheinland“ und die IHK zu Köln gleichermaßen.

Erwartungen erfüllen

„Was ist, wenn die Leistungen des Azubis nicht meinen Erwartungen
entsprechen?“ Für Stroisch war das so genannte EQJ-Praktikum – ein
Förderprogramm der Bundesagentur für Arbeit, um Jugendlichen, die keine Ausbildungsstelle erhalten haben, ein Vorpraktikum zu ermöglichen – eine gute
Sache. Schon seit dem 01. Februar ist Heidi Hecht so seine Praktikantin. „Das ist
eine gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit zu testen“, so Stroisch. Mit Erfolg:
Heidi Hecht ist schnell das gute Herz und die ordnende Hand des Büros. Auch für
die 21-Jährige hat das Praktikum Vorteile: Sie kann sich die Zeit auf die
Ausbildungsdauer anrechnen lassen, denn sie geht wie die anderen Azubis zur
Berufsschule. Und die Stelle bietet inhaltliches Potenzial weit über das
Berufsstammbild hinaus: Schon jetzt verfasst die 21-Jährige eigenständig
Meldungen und verwaltet als Redaktionsassistenz die Websites des Büros.

Zukunft ermöglichen

„Ich war verzweifelt“, sagt Heidi Hecht. Vergeblich bemühte sich die 21-Jährige
im letzten Jahr um eine Ausbildungsstelle. Ihre Vita hat dabei einen kleinen
Bruch: Zwar besuchte sie das sehr angesehene Albert-Schweitzer-Gymnasium in
Hürth, schaffte aber aufgrund des falschen Leistungskurses nicht das „normale“
Abitur, sondern nur den theoretischen Teil der Fachhochschulreife. 90
Bewerbungen hat sie geschrieben, mehr als ein „ziemlich übler“ Hospitationstag
war nicht dabei. Eva-Maria Müller-Hallmann, zuständige Beraterin für den
Ausbildungsberuf bei der IHK zu Köln: „So ergeht es derzeit leider sehr vielen
Jugendlichen. Hat die Vita nur einen leichten Knick, dann erhalten sie vom
Arbeitsmarkt noch nicht mal eine kleine Chance.“ Und auch Stroisch war ein
Stück weit entsetzt: Sein kleines Büro erhielt innerhalb von wenigen Tagen über
25 Bewerbungen von Jugendlichen, die gerne ein Praktikum machen wollten.
Zwar gab es dabei auch ein paar schlechte Erfahrungen: Bewerber sind einfach
nicht zum Vorstellungsgespräch erschienen und „die inhaltliche Qualität der
Anschreiben ist fast durchgehend schlecht gewesen.“ Aber bei manchem Anruf
bemerkte er auch eine regelrechte Verzweiflung und in 80 Prozent der Fälle ein
sehr ernsthaftes Interesse an einem Praktikum. „Über das Engagement unsere
Jugend“, so Stroisch, „ziehe ich deshalb ein sehr positives Fazit.“

Stelle organisieren – Referenzprojekt für „100 fürs Rheinland“

Damit auch alle geforderten Ausbildungsinhalte vermittelt werden, holte sich
Journalist Jörg Stroisch Hilfe bei dem JOBSTARTER-Projekt „100 fürs
Rheinland“. Das Projekt berät Unternehmen der Medien- und
Kommunikationsbranche bei Fragen der Berufsausbildung und unterstützt die
Einrichtung von neuen Ausbildungsplätzen. Die Organisation der
Ausbildungsstelle ist dabei die erste überhaupt, die die Initiative übernimmt.
Bettina Baum, Referentin von „100 fürs Rheinland“: „Der ständige Kontakt zum
Ausbildungsbetrieb und der Auszubildenden ist unser Ansporn. Herr Stroisch ist
dabei ein klassischer Fall: Der Wille zur Ausbildungsstelle ist ungebrochen, der
organisatorisch Aufwand etwa für Förderanträge aber für ihn nur schwer zu
bewältigen.“ Das Journalistenbüro führt sein Lohnbuchhaltung nicht selbst durch,
diese ist aber relevanter Bestandteil des Ausbildungsprofils. Diese Inhalte
übernimmt die mediafine GmbH in Essen. Baum: „So ist für die Auszubildende
zu hundert Prozent gewährleistet, dass sie alle Ausbildungsinhalte in der Praxis
erlernen kann.“

Skandal auf dem Landesparteitag der CDU in Neuss

Presse über mich: CDU-Parteitagszeitung

Am 25. April 98 war markt intern Gast auf dem nordrhein-westfälischen CDU-Landesparteitag. Wir wollten diese uns gebotene Möglichkeit nutzen, um für unsere mittelstandspolitischen Anliegen, unter anderem auch für den Deutschen Mittelstandspreis, zu werben. Also haben wir neben den beiden bisherigen Preisträgern Gerhard Schröder (SPD) 1996 und Dr. Otto Wiesheu (CSU) 1997 auch ein Plakat mit einem Fragezeichen aufgehängt. Mit einem Umfrageformular baten wir die CDU-Delegierten, uns Mittelstandspolitiker aus ihren Reihen zu nennen, die für den mi-Preis 1998 in Frage kämen. Aber die CDU-Tagungsleitung bekam diese Aktion wohl in den falschen hals, denn nachdem wir uns weigerten, das Schröder-Bild abzunehmen, legte der Landesgeschäftsführer der CDU-NRW, Erhard Hackler, selbst Hand an und riß ein Bild von Gerhard Schröder von der Wand. (…)

„… von einem großen Plakat lächelt mir Gerhard Schröder entgegen, schwarz auf weiß, siegessicher. Ein Wahlkampfgag der politischen Konkurrenz? Nein!, sagt Christian Müller. Der Redaktionsleiter des Blattes markt intern – Urheber dieses Skandals, wie die eigentlich nebensächliche Aktion später von CDU-Leuten betitelt wird – erklärt die ungewöhnliche Bebilderung: „Gerhard Schröder hat 1996 den Mittelstandspreis unseres Blattes gewonnen. Neben Schröder zwei weitere Plakate. Eines mit Otto Wiesheu (CSU), Gewinner 1997. Und eines mit einem großen Fragezeichen für den Preis 1998. Vielleicht für einen Politiker der CDU? Indes, die Aktion des Informationsdienstes sorgte für Aufregung.“ Soweit die Sonderzeitung anläßlich des Parteitages.

Spontan mit Augenkontakt

Presse über mich: Schülerzeitungsseminar „Interview“

Elf Nachwuchsjournalisten trafen sich in der Jugendherberge, um sich bei einem Seminar der Jungen Presse NRW Tips von Profis geben zu lassen…

(Den kompletten Artikel senden wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.)

Keine Laien, mindestens Amateure

Das Jugendmagazin Esséndrix wird 15 – veröffentlicht in: Neue-Ruhr-Zeitung, Lokalteil Essen, am 19.09.1997, Autor: Jörg Stroisch

Es war einmal vor 15 Jahren – im Sommer 1981. Da gab es ein paar Jugendliche, die wollten „das DKP-Monopol in der Jugendpresseszene“ aufbrechen. Sie gründeten die Essener Jugendpresse (EJP). Jenem Sommer entsprang auch die Idee, „mit viel Spaß“ ein Magazin „mit dem ziemlich beschränkten Namen Esséndrix“ (so stand es in der ersten Ausgabe geschrieben) – als eine Wortschöpfung aus dem gallischen Comichelden Asterix und der Heimatmetropole Essen – zu schaffen. „Von Jugendlichen für Jugendliche“ und völlig ehrenamtlich. Es war einmal. Der Beginn einer wechselvollen Geschichte.

„Wir haben alle Texte auf einer ollen Schreibmaschine zusammengetippt“, sinniert Gregor Richter, einer der ersten Chefredakteure des alten Esséndrix. „Und hinterher wurden die Druckvorlagen zusammenkopiert.“ Das Endprodukt war ein ziemlich improvisiert wirkendes Blättchen mit vielen „guten Schülerzeitungsartikeln“, denn diesen wollte der Esséndrix damals ein stadtweites Forum bieten.

Heute ist der Anspruch gestiegen. „Semi-professionell“, wie es so schön heißt, stellen heute etwa 20 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 25 Jahren eine sogenannte „Vollredaktion“: Alle Texte werden selbstgeschrieben, alle gestalterischen und geschäftsführenden Aufgaben in stundenlanger Heimarbeit durchgeführt – mittlerweile wurde allerdings die Schreibmaschine durch mehrere private Computer abgelöst.

„Wir haben eine professionelle Organisationsstruktur“, betont dazu Thorsten Schneimann, mittlerweile der vierte Chefredakteur seit der zweiten Wiederbelebung des Magazins Ende 1995. Früher lastete die Hauptarbeit zumeist auf ein bis zwei Schultern, heute stehen dem 21jährigen noch vier weitere „Arbeitswütige“ zur Seite.
Da ist zum Beispiel die „Chefin vom Dienst“ Friederike Herskamp. Die 19jährige Studentin leitet die zweiwöchigen Treffen, kümmert sich um die anderen Jugendlichen und „rennt vor allem Artikeln hinterher“.
Diese kritisiert und verbessert sie. „Auch inhaltlich und stilistisch sind wir keine Laien, sondern mindestens Amateure“, meint sie und sieht diese Einschätzung in der Erfahrung der Schreiberlinge begründet. Zumeist kommen diese nämlich von Schülerzeitungen und haben Praktika bei verschiedenen Medien hinter sich gebracht.

Esséndrix wird von vielen als Sprungbrett zum „Traumberuf Journalismus“ verstanden. So bringen die Nachwuchsjournalisten alle drei Monate ein 36 Seiten starkes Magazin mit einem farbigen Umschlag und einer Auflage von 10.000 Exemplaren zustande, welches dann direkt an Orten ausgeteilt wird, die von Jugendlichen besucht werden.

„Wichtig ist uns dabei, ein Kontrast zur Coolibri- und Prinz-Kultur zu sein“, beschreibt Thorsten die Ausrichtung des Magazins. „Wir setzen bewußt einen Schwerpunkt auf Stadtpolitik.“ Dabei sei man parteilich und verbandlich unabhängig – selbst von dem mittlerweile 250 Mitglieder starken Herausgeberverein EJP wahre man sich bewußt seine redaktionelle Unabhängigkeit.

„Wir betreiben eine seriöse Berichterstattung aus vielen Perspektiven.“ Das ist für Thorsten der Grundsatz von gutem Journalismus. Ohne dabei allerdings jugendfremd werden zu wollen. Denn: Ein weiterer Schwerpunkt des Magazins liegt auf Musik und Kultur – immer noch unter dem alten Motto „von Jugendlichen für Jugendliche“.

So feiert dann das „Märchen“ seinen Geburtstag zünftig Ende September mit einem Konzert und einer Jubelparty. Und vielleicht wird man in 15 Jahren mal sagen: Es war einmal Esséndrix – damals schrieben die noch mit Computern…

„Der perfekte Bleistift“ für 195 Euro

Auch Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, Vorstandsvorsitzender von Faber-Castell, mag den „perfekten Bleistift“ besonders gerne. Hier beschreibt er, warum.

O-Ton-Sammlung vorhanden
Transkription vorhanden

Audios/Materialien zum Download:


Zeit: 0:00 – 0:23 Besonders mag ich insbesondere den Graf von Faber-Castell perfekten Bleistift. Warum? Weil er nicht nur tragbar ist durch den gefederten Clip, sondern auch einen sehr gut funktionierenden Spitzer und einen sehr gut funktionierenden Radierer enthält und man damit auch eine Flexibilität kriegt auf die im Tischkalender eingetragenen Termine gelegentlich wegzuradieren.

Zeit: 0:23 – 0:42 Was unseren perfekten Bleistift Graf von Faber-Castell auszeichnet, es ist wirklich hohe handwerkliche Verarbeitung, ein sehr elegantes, zeitloses Design. Der Aha-Effekt, dass es ein Bleistift ist, denn die meisten glauben nicht, dass man aus dem einfachen Bleistift ein so attraktives Produkt herstellen kann.