Tipps zum Business Plan

Wer gründen will, muss planen: Herzstück jeder Existenzgründung ist der Business Plan. Eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten.

  • Vorlagen suchen: Im Internet gibt es zahlreiche Vorlagen für einen Business Plan. Hilfreich ist auch spezielle Software, die oft für wenige Euro erhältlich. Hier lassen sich selbst Grafiken recht einfach erstellen. Eine sehr gute Software vom Bundeswirtschaftsministerium gibt es unter http://www.softwarepaket.desogar kostenlos.

  • Idee konkretisieren: Am Anfang steht die Idee. Damit diese nicht eine fixe ist, sollte sich der Gründer nun zunächst mal – vielleicht per Brainstorming oder Mindmap – die konkreten „Unterpunkte“, Schwierigkeiten und Chancen detailliert überlegen. So strukturiert sich die Idee, ein erstes Grobkonzept entsteht.

  • Beratungstermin vereinbaren: Ist das Grobkonzept klar, kann ein Beratungstermin vereinbart werden. Oftmals sendet dann der Berater auch grundlegende Informationen zu. Im Beratungstermin können viele Fragen rund um die Idee und die kaufmännische Seite konkretisiert werden. Hier wird auch über mögliche Fördermittel ausführlich informiert.

  • Detailarbeit: Jetzt geht es um konkrete Details. Die Marktanalyse muss betrieben werden, oft ein schwieriger Part. Gute Anlaufstellen sind hier Interessenverbände der jeweiligen Branchen, die oft mit guten Statistiken aufwarten können. Auch das Alleinstellungsmerkmal der eigenen Idee muss intensiv herausgearbeitet werden. Dazu ist eine ausführliche Konkurrenzanalyse unerlässlich.

  • Liquiditäts- und Rentabilitätsrechnung: Die konkrete Investitionsplanung : am besten schon anhand konkreter Angebote – eingebunden in eine Liquiditäts- und Rentabilitätsberechnung sollte anhand realistischer Vergleichszahlen erstellt werden. Auch hier ist die Website http://www.softwarepaket.de oder auch die Website http://www.existenzgruender.de eine gute Anlaufstelle für weitere Tipps. Wichtige Meilensteine in diesem Finanzpunkt sind der Zeitpunkt zu dem die Ausgaben durch die Einnahmen gedeckt sind („Break Even“) und der Zeitpunkt, zu dem alle Anfangsinvestitionen wieder zurückgezahlt sind („Return of Investment“).

  • Präsentation üben: Banken und potenzielle Partner wollen von der Idee überzeugt werden. Ein paar Trockenübungen können hier nicht schaden. Auch die kritische Diskussion mit Freunden oder Kollegen aus der Branche ist sehr förderlich.

  • Zusammenfassung schreiben: Das lange Konzept am Ende der Arbeit ist gutes Grundwerkzeug. Gerade Banken wollen sich aber nicht 50 Seiten durchlesen, nur, um ein Guthabenkonto zu genehmigen. Deshalb ist eine zwei- bis dreiseitige Zusammenfassung am Anfang des Konzepts immer eine gute Idee.


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Für WirtschaftsWoche.de hat Jörg Stroisch im Redaktionsdienst gearbeitet – und verfasst verschiedene Wirtschaftsartikel.